SUN: Unternehmen sind das Rückgrat der Gemeinde
Beim Unternehmerstammtisch zeigt Bürgermeisterin Dijana Opitz, wie intensiv die Gemeinde Wirtschaftsförderung betreibt.
Erstmals wird die Gemeinde Sasbach einen zentralen Bewerber- und Ausbildungstag veranstalten. Dies teilte Bürgermeisterin Dijana Opitz (CDU) bei dem jüngsten Treffen des Sasbacher Unternehmernetzwerkes mit. Demnach ist die Verwaltung derzeit damit beschäftigt, Betriebe, Institutionen, Schulen, Fach- und Fachhochschulen für den ersten Bewerbertag zu gewinnen. Der Berufsausbildungstag findet am Freitag, 19. September statt, aber die Vorbereitungen laufen bereits.
Mehr als zwei Dutzend Betriebe folgten der Einladung des Rathauses, um ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen. Bürgermeisterin Opitz eröffnete den Austausch der Unternehmer mit einem Überblick der wirtschaftlichen Situation im Allgemeinen und ganz konkret in der Gemeinde. Bei dieser Gelegenheit stellte sich Alina Bohnert vor, die seit 1. März 2025 das Amt der Hauptamtsleiterin bekleidet.
Vom industriellen Mittelständler bis zum Handwerks- und Dienstleistungsbetrieb sind aktuell 339 Betriebe steuerlich gemeldet. „Sasbach ist zwar klein, aber wirtschaftlich aktiv, denn diese Unternehmen schaffen insgesamt 2.081 Arbeitsplätze hier vor Ort. Jede dieser Stellen steht für Einkommen und lokale Wertschöpfung in unserer Gemeinde“, sagte Opitz. Sie führte aus, dass durch die Gewerbesteuereinnahmen die Unternehmen das Rückgrat der Gemeinde seien.
Opitz verdeutlichte, dass die Unternehmen mit ihren Steuern „wichtige öffentliche Leistungen“ finanzieren. „Deshalb ist die kommunale Wirtschaftsförderung nicht abstrakt, sondern ganz konkret im Interesse jeden Bürgers“, sagte die Bürgermeisterin.
Kontakte zu lokalen Unternehmen pflegen
Was kann die Wirtschaftsförderung der Gemeinde tun? An erster Stelle pflegt die Gemeinde den Kontakt zu den Betriebsinhabern und berät, sofern öffentliche Förderprogramme in Anspruch genommen. Opitz erwähnte in diesem Zusammenhang die Idee eines regelmäßigen „Fördermittel-Stammtisch“ mit Experten der Bankinstitute, der Handwerkskammer oder der IHK.
Um den direkten Draht zu den Sasbachern Unternehmern zu unterhalten, wurde seitens der Unternehmen der Wunsch eines örtlichen Wirtschaftsnachrichtenblatts in Form eines digitalen „Newsletters“ geäußert. „Wir arbeiten bereits an der inhaltlichen Ausgestaltung“, kündigte die Bürgermeisterin an. Zudem initiiert die Gemeinde einmal jährlich ein „Unternehmerfrühstück“, bei dem Referenten aus der Wirtschaft gehört werden.
Infrastrukturelle Maßnahmen für Wirtschaft
Unter dem Begriff Wirtschaftsförderung nannte Opitz die Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde, um für Firmen ein attraktives unternehmensfreundliches Umfeld zu schaffen. Dazu zählen laut Opitz ganz pragmatische Dinge, wie die Ausweisung von Gewerbeflächen,
aber auch verlässliche Gewerbesteuersätze, die den Firmen Planungssicherheit verschaffen würden.
„Wir-Gefühl“ und Sichtbarkeit der Betriebe
Wichtig ist Opitz zufolge, die Sichtbarkeit der Sasbacher und Obersasbacher Unternehmen. Hierunter könnten beispielsweise öffentlichkeitswirksame Betriebsbesuche sowie ein eigener Wirtschaftsbereich auf der Gemeindehomepage verstanden werden, auf der sich die Unternehmen präsentierten, führte die Rathauschefin weiter aus. In diesem Zusammenhang erwähnte sie den Bewerber-Tag, der in diesem Jahr Premiere feiern wird. „So entsteht ein Wir-Gefühl und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Aufträge und Kooperationen innerhalb der Region bleiben“, sagte die Bürgermeisterin und fügte hinzu: „Unsere Gemeinde hat eine lange Tradition unternehmerischen Muts – viele Familienbetrieb haben vergangene Krisen gemeistert.“
Im Anschluss stellte die Beauftragte der gemeindlichen Wirtschaftsförderung, Franziska Müller, die augenblicklichen Planungen des ersten Bewerber-Tages vor. Sie animierte die anwesenden Betriebsinhaber, die Veranstaltung zu nutzen, um Berufsbilder in ihren Firmen vorzustellen. Bei Interesse oder Fragen steht Franziska Müller zur Verfügung unter: fmueller@sasbach-ortenau.de Telefon 07841 686-22.